Absolutes highlight bei der Nachtflugausbildung: Überflug von EDDF um 23 Uhr in sternklarer Nacht

Das hätten weder die beiden Stani’s als Flugschüler noch ihre Fluglehrer Peter und Michael vorher zu träumen gewagt: nach kurzer Koordination der Flugsicherungsstellen wurde die D-EFRW für einen nächtlichen Besuch des Frankfurter Flughafens freigegeben! Ein außergewöhnlicher und fantastischer Ausblick auf den größten Flughafen Deutschlands bei sternenklarer Nacht war das Sahnehäubchen auf eine ohnehin lehrreiche und am Ende erfolgreiche Nachtflugausbildung.

NVFR EDFMAußergewöhnlicher Ausbilick aus der Cessna D-EFRW auf den Frankfurter Flughafen bei Nacht

Den Auftakt nahm die Ausbildung mit einem ausführlichen theoretischen Unterricht. Durchaus anspruchsvoll und mit besonderen Herausforderungen versehen ist der Sichtflug bei Nacht und es wollen viele Dinge vorher berücksichtigt und gut geplant sein. Danach erfolgte die Überführung der Cessna vom Feuerstein auf den Nürnberger Flughafen vorbei am beleuchteten Forchheim in der Dämmerung. Nach einigen Platzrunden in der Dunkelheit waren dann auch die Fluglehrer wieder einsatzklar für diese reizvollen besonderen Aufgaben.

Den beiden Stani’s (Jeroncic und Zistler) waren gleichzeitig Vorfreude und erhöhte Konzentration deutlich anzumerken; die bevorstehenden Eindrücke und Erlebnisse lassen sich mit Worten vorher nur schwer beschreiben und vorstellen. Den ersten Leg flog dann Stani der Ältere von EDDN nach EDSB und nach einem Tankaufenthalt durfte Stani der Jüngere seine ersten Nachtflugerfahrungen sammeln. Auf dem nördlichsten Punkt des vorgesehenen Routings fragte Peter Boneto in allerbestem perfekten Berufspiloten-Funksprech-Englisch den Überflug des Frankfurter Flughafens an und siehe da: die Verkehrslage lies dies um 23 Uhr ohne Probleme zu und der Besuch wurde genehmigt. Selbst für vielfliegende Fluglehrer war das ein außergewöhnliches und beeindruckendes Erlebnis – nochmals Dank an die freundlichen Lotsen für die hervorragende Koordination und Betreuung!

Rechtzeitig passierte ein Frontensystem am Folgetag tagsüber Franken von West nach Ost und mit Einbruch der Nacht waren problemlos Platzrunden in EDDN möglich. Nach einigen Übungen mit Fluglehrer in allen Variationen, Klappenstellungen und Ziellandungen absolvierten die beiden Stanis ihre geforderten fünf Solorunden bis zum völligen Stillstand im Alleinflug. Der Flughafen Nürnberg hat sich für diese Übungen als ideal herausgestellt, auch hier nochmals unser Dank an die Verantwortlichen in der Frankenmetropole.

EDDN-DKB-EDMA-LBU-EDDS lautete das Routing im Flugplan von Stani Z. für die dritte Nacht. Wieder hat das Wetter mitgespielt und alle Cumuluswolken verschwanden bis zur Dämmerung. Stani J. pilotierte die Cessna nach dem Tankstop und Fluglehrerwechsel dann mit Peter über Friedrichshafen zurück nach Nürnberg. Der TAF meldete ab Mitternacht leichte Nebelbildung, weshalb am Bodensee eine kleine Abkürzung genommen wurde. Die fehlende Zeit wurde dann mit einigen sightseeing Runden über Nürnberg mehr als kompensiert! Nicht verzichten wollte die eingeschworene Crew nach getaner Arbeit auf ein Ritual: die Forchheimer Filliale einer schottischen Fastfood-Kette mit Mc am Anfang bildete immer den verdienten Abschluß der nächtlichen Aktivitäten!

NVFR Gruppe

Ein eingefleischtes Team nach der letzten Landung in Nürnberg: Stani Z., Michael, Stani J. und Peter