Instrumentenumkehr im Rückenflug

Ein Phänomen, das bei Kunstflügen schon häufig beobachtet wurde, ist im vergangenen Winter auf dem Feuerstein erstmals auf wissenschaftlicher Basis auf das Genaueste erforscht und mit entsprechenden Ausarbeitungen nachvollziehbar erflogen worden: Es handelt sich dabei um die immer wieder beobachtete „Instrumentenumkehr“, ein Effekt, ähnlich dem negativen Wendemoment beim Einleiten einer Kurve. Hierbei haben Segelkunstflieger festgestellt, dass sich im Rückenflug auch die Anzeige des Variometers entsprechend der Fluglage umkehrt!

Varioumkehr

Unser Bild zeigt einen der Messflüge, bei dem ein Rückenkreis über einem thermisch vollkommen stabilen Landstrich (im fränkischen Winter) geflogen wurde. Schön zu beobachten ist hier der Effekt, der auf dem Vario hervorragend zu erkennen ist.

Fränkische Fliegerkameraden unter Leitung des mehrfachen Meisters Lirpa Retsre haben mit hochgenauen Messungen und umfangreichen Datensammlungen diesen Effekt nachgewiesen. Diese Grundlagenforschungen ermöglichen nun deutliche Verbesserungen bei der Präzision und Anzeigegenauigkeit von Variometern.

Das Team um Lirpa Retsre wurde bei seinen wissenschaftlichen Forschungen nicht nur von namhaften Universitäten aus Nürnberg und Erlangen unterstützt, sondern auch von mehreren Instrumentenherstellern. Für diese stand natürlich die Verbesserung Ihrer Instrumente auf Basis der neu gewonnen Forschungsergebnisse im Vordergrund.

So haben die Messungen nun ein völlig neues Konzept zur Herstellung der Variometer ergeben, auf grund dessen voraussichtlich im Frühsommer 2018 eine absolut neue Generation von Variometern und Navigationsrechnern auf den Markt kommen wird, die alles bisher dagewesene in den Schatten stellen soll (so ein Produktmanager eines namhaften Herstellers, der nicht genannt werden möchte).

Noch ungeklärt ist die Frage nach der Vergütung durch die Hersteller, denn diese nachhaltige Verbesserung der Instrumente ist ausschließlich auf die Beobachtungsgabe aufmerksamer Kunstflugpiloten zurückzuführen. Auch hätten die komplexen Testflüge – vor allem die Rückenflugmessungen – ohne das fliegerische Können der Kunstflugpiloten nicht erfolgreich durchgeführt werden können.

Wie uns ein Sprecher der Kunstflugvereinigung „Rad oben ist normal“ mitteilte, sind bereits Gespräche über Sponsoringverträge und kostengünstige Schlepps mit den Verantwortlichen der Hersteller im Gange.

Wir werden an dieser Stelle selbstverständlich über den Fortgang der Verhandlungen und über die Marktreife der Variometer weiterhin aktuell informieren!

mz/loopnogud