Ein Wochenende in Berlin

Ein Reisebericht von Peter und Lianne

Am Morgen des Freitags, 05.07.2019 ging es los von unserem Heimatflugplatz EDQE, wo unsere Cessna 177 Cardinal stationiert ist.

Wir, das sind Peter und Lianne, tankten unseren Flieger noch mit feinstem Avgas voll, dann hoben wir um 0741 UTC von der 08 zu unserem vorgezogenen Wochenend-Ausflug nach Berlin ab.

Unser Ziel war Schönhagen, EDAZ, südlich von Berlin.

Zunächst ging es mit Kurs auf Altenburg, EDAC, und noch ein Stück darüber hinaus, um bei Grimma mit nördlichem Kurs in Richtung des UL-Platzes Altes Lager zu fliegen. Damit blieben wir östlich des Luftraums D von Leipzig und später westlich der CTR Holzdorf. Ab Altes Lager nahmen wir Direktkurs auf EDAZ. Der freundliche Türmer gab uns die 25 zur Landung.

Am Abstellplatz angekommen, verzurrten wir unsere Maschine mit den Seilen, die wir immer dabeihaben, an den vorhandenen Bodenösen. Sicher ist sicher.

Für die 171 nm hatten wir 1:35 h Flugzeit benötigt.

In Schönhagen ist der Weitertransport mit einem Shuttle zum Bahnhof Trebbin vorbildlich gelöst. Nach einer Fahrzeit von ca. 35 Minuten erreichten wir mit dem Interregio der DB den Berliner Hauptbahnhof. Dort erstanden wir im Reisezentrum unsere Tagestickets, auch gleich für den Folgetag, für den Verkehrsverbund Berlin, und konnten uns fortan frei im Streckennetz (S-, U-Bahn, Busse) bewegen. Sehr empfehlenswert.

Zunächst ging es zu unserem Hotel, in der Nähe des Kurfürstendamms. Dort eingecheckt, führte uns unser Weg zu unserem Lieblings-Koreaner (Yamyam, Berlin Mitte).

Für mich gab es Jajangmyeon (ein Nudelgericht), für Lianne Bibimbap (im heißen Steintopf). Und Kimchi dazu darf natürlich nicht fehlen.

Da wir mal 3 Jahre in Südkorea gelebt und gearbeitet haben, wissen wir authentisches koreanisches Essen sehr zu schätzen. Das hier ist nach unserer Erfahrung eines der Besten in Deutschland.

So gestärkt machten wir eine Rundfahrt mit einem Doppeldeckerbus der Linie 100, die an allen bekannten Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbeikommt. Und das als ganz normaler Stadtbus.

Abends besuchten wir noch das berühmte Kaufhaus KaDeWe. Alleine die Feinkostabteilung im 7. Stock ist immer wieder sehenswert.

Wir ließen den Tag bei einem Sundowner in unserem Hotel ausklingen.

Am nächsten Tag, Samstag, schlenderten wir über den Kunstmarkt am Spreeufer und über den Alexanderplatz. In der Nähe der bekannten Weltzeituhr, in einem der zahlreichen Straßencafes, gönnten wir uns eine kleine Pause.

Unser nächster Anlaufpunkt waren die Hacke‘schen Höfe, ein einzigartiges Jugendstil-Ensemble mit Geschäften, Lokalen, in einer Folge von Innenhöfen untergebracht. Absolut sehenswert.

Nach einer kleinen shopping-tour zog es uns wieder zurück zum Flugplatz. Die Fahrt dorthin mit der DB gestaltete sich allerdings etwas abenteuerlich, da der Zug wegen eines Böschungsbrandes eine Stunde Verspätung hatte und zudem der Abfahrtsbahnhof geändert wurde.

Aber irgendwann war das auch geschafft, und der telefonisch angeforderte Shuttle holte uns zuverlässig wieder ab.

Mit umgekehrter Streckenführung ging es dann um 1546 UTC auf der 25 raus. 7 Minuten vor Erreichen des Feuerstein hörten wir die freundliche Stimme von Johann im Funk, der uns mit einem „willkommen zurück“ begrüßte.

Um 1726 UTC landeten wir auf der 26 von EDQE, nach 1:40 h Flugzeit. Heimwärts hatten wir, anders als am Vortag, etwas Gegenwind.

Noch kurz den Flieger gewaschen und wieder in der Halle verstaut, können wir einmal mehr auf ein interessantes und erlebnisreiches Wochenende in Berlin zurückblicken.

Schönhagen ist als Ziel absolut zu empfehlen, eine Alternative ist Straußberg, östlich von Berlin. Dahin kann man sogar einen schönen Sightseeing-Flug durch die Kontrollzone machen. Die Flugsicherung ist dabei sehr kooperativ und freundlich. Aber das ist ein anderer spannender Ausflug…