Auch die Wandersegelflieger schätzen den Feuerstein immer mehr

Das sind schon irgendwie Vagabunden der Lüfte und obendrein noch hervorragende Streckenflugpiloten! Immer wieder freuen wir uns über den Besuch von wirklich interessanten Typen, die auf ihren tage- und manchmal wochenlangen Reisen den Feuerstein wegen seiner Infrastruktur und der idealen thermischen Lage ansteuern.

Das Wandersegelfliegen ist wirklich immer auch ein kleines Abenteuer: der Weg ist hierbei das Ziel, das Wetter bestimmt über die Route und die abendlichen Destinationen. Am Feuerstein haben wir allerbeste Voraussetzungen für die Wandergesellen: gute Verpflegung im Panoramarestaurant, Übernachtungsmöglichkeiten in schuleigenen Zimmern, Camping oder auch privat. Auf jeden Fall liegen wir damit nicht ganz falsch: immer häufiger kommt es im Jahr sogar zu Mehrfachbesuchen und angenehmen Wiedersehen!

Aus Terlet in Holland hat sich Arjan auf den Weg gemacht und hoffte, bis in die Eifel zu kommen. Aber das Wetterglück war auf seiner Seite: noch ein Bart und noch einer, der Odenwald war möglich, dann die geschichtsträchtige Wasserkuppe ins Visier genommen und am Ende mehr als zufrieden auf dem Feuerstein gelandet!

Für den sympathischen Sozialpädagogen hat der Wandersegelflug eine philosophische Bedeutung: bereits dreimal hat er den bekannten Jakobsweg gepilgert und meint: „Für mich ist der Wanderflug der Jakobsweg mit dem Segelflugzeug“. Dem ist wirklich nichts weiter hinzuzufügen!

Mit seinem Janus ist er auch aktuell eine knappe Woche unterwegs und wer weiß, wohin die FLügen ihn auf diesem Trip noch tragen werden. Wir werden es kaum erfahren, im OLC ist Arjen nicht präsent – es zählen für ihn keine Punkte und Wertungen….

Was zählt ist aber ein gutes Frühstück als Basis für lange Flüge. Natürlich haben wir den Arjen gerne zum Frühstück eingeladen und ihn mit unseren allerbesten Wünschen und gedrückten Daumen gen Westen entschwinden sehen. Und auch für ihn gilt: Wiedersehen macht Freude!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch das war eine wirkliche Bereicherung: ganz aus dem Süden, vom Hotzenwald an der Schweizer Grenze ist das Trio Johannes, Frieder und Thomas (vlnr.) eingeschwebt. Der Johannes ist nun wirklich kein Unbekannter, seit Jahren unterstützt er uns als Gastfluglehrer mit großer Leidenschaft und allerbester Akzeptanz bei seinen/unseren Schülern.

Sein Schwärmen für den Feuerstein ist bei seinen Segelflugfreunden nicht auf taube Ohren gestoßen: im Schwarm haben Sie den Weg zu uns gefunden, wir haben einen wunderschönen Abend zusammen verbracht und am nächsten Tag ist das Trio schnurstracks wieder zurück auf den Hotzenwald geflogen.

Und ganz ehrlich: ein wenig Neid und Abenteuerlust ist immer auch dabei, wenn wir diese Kerle wieder verabschieden müssen….

 

Das sind ja mal Fakten: seit 2012 pilotiert der Christoph Klein seine DG 800 und hat dabei schon über 60 Tage in der Luft verbracht. Und das bei nur zwei Tagen Standzeit, „schliesslich fliege ich ja immer im guten Wetter“.  In einem Trip hat er in 14 Tagen mehr als 6.000 Kilometer in über 80 Stunden geflogen und dabei wahnsinnig viel erleben dürfen. Kein Wunder, dass er zum Protagnisten des Wandersegelfliegens geworden ist: Christoph betreibt die Webseite www.travelbyglider.eu – quasi die zentrale Auskunftei  und Pflichtlektüre für alle, die auf diese Art und Weise mit dem Segelflugzeug unterwegs sein wollen. Das Bild mit dem strahlenden Piloten samt Schlafsack entstand kurz vor 22 Uhr, bevor sich Christoph schlafen gelegt hat – wer weiß, was morgen auf ihn zukommt…..

 

 

Diese drei Jungs aus Schärding (Österreich) haben es faustdick hinter ihren Ohren: David (rechts) ist der Reiseleiter und macht jedes Jahr 4 Wandersegelflüge seit über 10 Jahren! Die französischen Seealpen hat er ebenso erflogen wie Polen, Tschechien, Litauen und viele andere Länder. Wohlgemerkt mit einer wunderhübschen Libelle 301! Markus (Mitte) und Thomas (rechts) haben sich leicht überreden lassen, mit dieser Koryphäe (Davis ist Mitglied des österreichischen Nationalteams) ein paar Tage luftzuwandern.

 

 

 

 

Auch dieses Trio hat ganz viele langjährige Erfahrungen im Wandersegelfliegen und dabei schon viel erlebt: Martin, Hans und der Sepp(vlnr.) sind seit gut 15 Jahren auf diese Art und Weise unterwegs und haben dabei alle umliegenden Ländern incl. Skandinavien erflogen. Immer drei Wochen nehmen Sie sich Zeitund fliegen dann eine Woche in Abhängigkeit des Wetters. Wenn man ihre Erfolge und Erlebnisse sieht, scheint das eine gute Taktik zu sein. Jetzt gehts weiter in die Alpen und in einem großen Bogen südlich des Hauptkammes dann zurück ins heimische Geratshof – viel Erfolg!